Athletic-Fitness

Dieses Trainingskonzept hat seinen Ursprung in den Sportarten des American Football, dem Eishockey und ähnlichen Lauf- und Bewegungsintensiven Ballsportarten.

Beim Athletic Fitness handelt es sich um ein Ganzkörpertraining, bei dem es vor allem um Schnelligkeit, Agilität (Wendigkeit und Richtungswechsel), Beschleunigungsleistung, Lauf-, Sprung- und Bewegungskoordination geht. Das Training dieser Fähigkeiten ist nicht nur wichtig, um den Gegner in einem Match besser auszumanövrieren, sondern auch das Risiko der Verletzung zu verringern, welches durch die sehr hohen Belastungen auf Bänder und Gelenke, durch die schnellen und intensiven Richtungs- und Geschwindigkeitswechsel besteht. Im Breiten- oder Hobbysport möchte man die allgemeine Bewegungskoordination, und die allgemeine Beweglichkeit verbessern, um einen effizienteren und geschmeidigeren Bewegungsablauf zu erreichen.

Bootcamp

Ein Bootcamp ist in erster Linie ein Trainingslager für Rekruten, die eine Grundausbildung erhalten. Hierbei ist ein besonderes Merkmal der Drill und die Disziplin, die von den Rekruten abverlangt und trainiert werden. Ursprünglich vom amerikanischen Millitär und Eliteeinheiten der Polizei eingesetzt, hat sich diese Form des Trainings, auch im Fitnesssport etabliert. Die Teilnehmer werden dabei bis an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit gebracht. Durch den militärischen Ursprung wird einem Bootcamp oft auch ein negatives Image nachgesagt, bei dem die Trainer die Teilnehmer anschreien und den Drillmaster heraus hängen lassen. Sicherlich mag es solche (negativen) Ausnahmen geben, aber in aller Regel geht es bei einem Bootcamp um ein Trainingskonzept, welches vorwiegend im freien statt findet und bei dem die Teilnehmer zwar an ihre körperlichen Grenzen gebracht werden, aber immer mit dem nötigen Respekt voreinander und dem sportlichen Gedanken, sich völlig zu verausgaben und den Teamgeist zu fördern.

Cross-Fit

Diese Form des (Extrem-) Zirkeltrainings richtet sich explizit an den fortgeschrittenen und erfahrenen Athleten. Es zeichnet sich durch kontinuierlich variierende, funktionelle und (hoch-)intensive Bewegungen aus. Im Repertoire der Bewegungsaufgaben (Klimmzug, Liegestütz, Sprints, Gewichtheben...) werden die verschiedenen Sportdisziplinen wie Leichtathletik, Turnen und Gewichtheben kombiniert. Bringt der Athlet die für diese Art des (Extrem-)Trainings notwendigen, konditionellen Voraussetzungen mit, erwartet ihn ein hartes Workout, welches ihn bewusst und zielorientiert an seine Grenzen bringt. Um dieser Herausforderung gewachsen zu sein, sollte der Sportler mindestens über sechsmonatige Trainingserfahrung verfügen. Nur so kann effektiv das Verletzungsrisiko, wie überreizte Sehnen und Bänder gering gehalten und massive Überforderung vermieden werden.

Faszien Training

Fasziales Bindegewebe durchdringt als großes gewebestützendes Netz von Kopf bis Fuß den gesamten Körper - es verbindet und trennt uns gleichzeitig.  Jedes Gelenk,  jeder Muskel und auch die inneren Organe werden jeweils von Faszien umhüllt. So sorgen sie dafür, dass Körperteile zu einem Ganzen verbunden werden und zusammen arbeiten können.

Nur wenn das fasziale Bindegewebe gut trainiert ist, und es damit geschmeidig und belastbar ist, kann der Körper gut funktionieren,  körperliche Höchstleistung bringen und effektiv regenerieren. Sind die Faszien durch chronische Unter-, wie auch Überbelastung verklebt, kann dies Auslöser für Schmerzen in zum Beispiel Rücken, Knie und Schulter sein.

Ein integriertes Faszientraining dient somit zum einen der Leistungssteigerung und zum anderen der Verletzungsprophylaxe. Richtig ausgeführt ist das Faszientraining vom Hochleistungssportler bis hin zum Laien gefahrlos anwendbar und sollte neben Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitstraining ausnahmslos wichtiger Bestandteil  eines regelmäßigen Trainings sein.

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Functional Training

Ein gesunder menschlicher Körper besteht aus etwas mehr als 100 Gelenken (das ist nicht so einfach zu definieren), 206 Knochen, 656 Muskeln und ca. 400 Sehnen. Diese sind alle miteinander verbunden und sollten möglichst harmonisch und schmerzfrei die Bewegungen ermöglichen. „Functional Training“ verfolgt die Idee, dass alle an einer Bewegung beteiligten Organe, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Faszien, so trainiert werden, dass sie korrekt zusammen arbeiten. Ein gutes Functional Training enthält also Übungen die direkt auf diejenigen Aktivitäten ausgerichtet sind, die der trainierende in seinem täglichen Leben braucht, um sich gesund, harmonisch und effektiv zu bewegen.

Hierzu werden im Functional Training, die fünf konditionellen Fähigkeiten

  • Kraft,
  • Schnelligkeit,
  • Ausdauer,
  • Beweglichkeit und
  • Koordination

gleichmäßig entwickelt, um den Körper so auf eine gesunde Basis zu stellen.

Personal Training

Personal Training meint die individuelle Betreuung eines Klienten durch einen Trainer, der die Verantwortung für deren sportliche Zielerreichung übernimmt. Auf der Basis einer ausführlichen Anamnese und Testung in den Bereichen Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit  wird das Training ganz nach den jeweiligen individuellen Bedürfnissen des Kunden angesteuert. Auch auf die Ernährung wird ein wesentliches Augenmerk gelegt und den Belastungen und Lebensumständen des Klienten angepasst. Die 1:1 Betreuung in motivierender, anregender Atmosphäre ist maßgeblich für diese Art des Trainings. Der Personal Coach achtet auf eine korrekte und sichere Übungsausführung und sorgt für ein flexibles, gezieltes und vielfältiges Training, so dass der Kunde durch abwechslungsreiche Trainingsimpulse sein gewünschtes Ziel erreicht.

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Plyometrisches Training

Sprinter, Boxer, Speerwerfer, Hochspringer oder Basketballspieler – sie alle machen es um athletische Höchstleistungen zu erzielen: Plyometrisches Training. Es beruht auf der Theorie des Reaktivkrafttrainings - eine Form der Schnellkraft und wird häufig auch als „Elastizitäts-, reaktives-, exzentrisches- oder Niedersprung-Training“ bezeichnet.

Diese Trainingsmethode arbeitet bzw. nutzt das Prinzip der Vorinnervation, des DVZ („Dehnungs-Verkürzungs-Zyklus“ = Dehnungsreflex) und der elastischen Komponente des Muskels. Hierbei folgt eine starke konzentrische Muskelkontraktion auf eine vorherige, schnelle exzentrische Dehnung des Muskels (=DVZ). Je stärker und schneller diese Vordehnung der Muskulatur, desto schneller erfolgt die Kontraktion der Muskulatur und desto mehr Kraft kann entwickelt werden.

Regelmäßig angewendet führt plyometrisches Training zu einer Querschnitts-, Kraft- und Schnellkraftzunahme des Muskels. Es konditioniert Geschwindigkeits-, Weit- und Hochsprungleistungen.  Ein weiterer Effekt des Plyo-Trainings ist die Verletzungsvorbeugung. Muskulatur und Nervensystem sollen die Arbeit übernehmen, so dass die Gelenke geschont werden. Klassisches Beispiel ist die Prävention wie auch die Rehabilitation von Kreuzbandrissen. Um dies zu erreichen müssen mit Hilfe von Kraft- und plyometrischem Training konzentrische und exzentrische Kraft sowie Abstopp-Landungs-Fertigkeiten verbessert werden.

Trainingstherapie

Die Trainingstherapie verbindet Bewegungs-, Trainingswissenschaft, Sportmedizin und gezieltes körperliches Training miteinander. Sinn und Zweck ist das Beheben körperlicher Beeinträchtigungen und Verletzungen insbesondere am Bewegungssystem sowie deren rehabilitative Nachsorge. Ziel der Trainingstherapie ist also die Behandlung bzw. Linderung von Erkrankungen und Stoffwechselstörungen, die Wiederherstellung der Gesundheit und die Wiederherstellung natürlicher Bewegungsmuster. Trainingstherapeutische Übungen können mit oder ohne Geräte stattfinden. Hierbei werden je nach Therapiefall und Therapieziel alle fünf motorischen Hauptbeanspruchungsformen (Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination und Schnelligkeit) gezielt und individuell zum Einsatz gebracht. Das Trainingsprogramm wird jeweils auf die individuellen Beschwerden und physischen Voraussetzungen des Patienten abgestimmt. Dabei ist eine ausführliche Anamnese und Diagnostik Grundvoraussetzung, um ein Therapiekonzept erstellen zu können.

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